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EED 04 – Emotional prevention with joy

EED – The training after the training

the Story:

500 Millisekunden, wir können sie nicht abfangen. Was wir in dieser ersten kurzem Zeit tun kann gründlich in die Hose gehen, dass ist mir mehr als einmal so gegangen. Manchmal konnte ich die Situation auffangen, manchmal nicht.

500 Millisekunden können manchmal wichtiger sein als fleißig erzielte "Ergebnisse". Ein befreundeter Geschäftsführer eines mittelsstänidigen Unternehmens vertraute mir neulich an, dass er bei seinen Mitarbeitern  gegenwärtig einen schlechten Stand habe. Ich kenne ihn schon länger, er ist wirklich fleißig und hat das Herz am rechten Fleck und setzt sich für seine Mitarbeiter wirklich ein, dennoch wird ihm nicht die Wertschätzung entgegengebracht, die er aus seiner (auch aus meiner) Sicht verdient. Wenn er in der Lage wäre, die Zutat Freude in seine Kritikgespräche von Anfang an mit einfließen zu lassen, dann würde er viel  mehr Ansehen, und damit Autorität erwerben. Was du in den ersten 500 Millisekunden präsentierst, das wird für die authentische Reaktion gehalten. Wenn die ersten Worte von Gereiztheit dominiert sind, nützt auch das Nachschieben von Freundlichkeit nicht viel.

Wertschätzung entsteht, wenn Vertrauen sich mit dem Gefühl mischt, wahrgenommen zu werden. Dann dürfen sogar die Erwartungen hoch sein. Damit dies auch in den ersten 500 ms passiert, müssen wir unser emotionales Setting verankern. Das braucht ein bisschen Übung, ist aber genauso realistisch erreichbar, wie das Setting, mit dem du gegenwärtig oppersierst.

the Idea:

thumbnail of Emotions_Freude

Die Folie zur Erinnerung

Eine der wichtigsten Komponenten zur Wertschätzung ist Wertschätzung, d.h. wenn du Wertschätzung empfangen möchtest, musst du Wertschätzung geben. Eine der wichtigsten emotionalen Komponenten der Wertschätzung ist die Freude. Das heißt nicht, dass du dich jetzt "über alles freuen" musst, nein, es geht nur darum, das Gefühl der Freude von den Umständen zu entkoppeln, und es in die kommunikativen Situationen einfließen zu lassen.

Freude führt über Ankommen zum Frieden -  und

in Beziehung gehen

... und wer im Frieden ist verliert die Aufregung und den Zorn (das 1. Gesetz des Kreises: geht eine Emotion nach oben, senken sich die Partner - die Nachbaremotionen - ab und umgekehrt - bitte schaut euch das im Circle noch einmal an.),

Ziel der Lektion ist, Freude leicht auf und abbauen zu können, um sie in jede Alltagssituation nach Bedarf integrieren zu können.

Das Ergebnis: Durch die Übung trainiert sich dein "Freude-Muskel" so gut, dass er immer anspringt, wenn die Situation etwas mehr "Hingabe" braucht, etwas mehr ankommen, etwas mehr Frieden mit sich selbst oder dem Gegenüber.

Mittelfristig wird sich dein Beziehungsnetz verändern, dein Umfeld wird sicherer sein, was von dir zu erwarten ist, und welche Erwartungen du hast. Das Beziehungs-Gen Freude wird dir persönlich Stressreduktion bringen, und im Verhältnis zu deiner Umwelt mehr Autorität und Wertschätzung.

the exercise:

Erster Schritt: Die Freude trainieren

Such dir einen ungestörten Raum, mach das Telefon aus und die Tür zu. Setze dich bequem auf einen Stuhl. Wie im Seminar: gerade hinsetzen, so tun als ob du aufstehst, aber dennoch auf dem Stuhl bleiben. Wenn es hilft, kannst du die Augen schließen.

Denke an den Begriff "Zuversicht", hebe die Wangen ein wenig, schaue dir das Bild der Ganzkörper-Emotion noch einmal an, und gib dir etwas Zeit, bis die Idee zum Gefühl wird. Freude gehört zu den langsamen Emotionen.

Verstärke die Emotion indem du anfängst, die Situation in der du gerade bist, zu "lieben" und dich ihr im wahrsten Sinne des Wortes "hingibst", dich ihr überlässt.

Danach fährst du die Freude wider herunter bis zur Zuversicht.

Wechsle zwischen diesen Zuständen, bis es leicht geht. Danach fährst du die Freude auch einmal so weit runter, bis du dich misstrauisch fühlst. Einen Augenblick halten und dann zur Zuversicht zurückkehren.

Nach 2-3 Minuten Üben, bitte immer einmal auftstehen, und dich wieder neutralisieren. Strecke dich, recke dich, lass den Kopf etwas kreisen.

Du solltest diese Übung im Anfang mindestens 1 mal am Tag machen.

Zweiter Schritt: Mit der Freude im Alltag "spielen"

Je mehr du im stillen Kämmerlein übst, desto unabhängiger kannst du mit der Freude umgehen. Experimentiere ein bisschen. Probiere deine "everyday-tasks" aus, was passiert, wenn ich die Freude verstärke, was passiert, wenn ich die Freude verringere.

(Der zweite Film hier ist übrigens das, was sich in Griechenland aus dem Film Zorbas in Griechenland als kultureller Bestandteil entwickelt hat. Emotionen bewegen! Damit haben sie Anthony Quinn zum Griechen erhoben und - wenn das noch nötig war - Mikis Theodorakis ein Denkmal gesetzt - ein emotional erlebbares.)

 

Im Ergebnis hat du den ersten Meilenstein für deine spontanen Reaktionen gesetzt. Du hast das Risiko der ersten 500 Millisekunden ein Stück weit in eine Stärke verwandelt. Dein System lernt schnell, denn was die Gefühle betrifft, kann nur mit Gefühlen gelernt werden.

the feedback

Beschreibe uns im Kommentarfeld die Situationen, in die du neuerdings mehr Freude einsetzt, und die, in denen du den Freude-Anteil reduziert hast.

Viel Spaß! ... und wir freuen uns auf eure Kommentare 😉

EED 06 - Aktives Zuhören Teil 2 - das Gespräch Der Basic Circle zum ausprobieren

 

 

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