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EED 03 – Der meckrige Kollege

EED – The training after the training

the Story:

Ich erinnere mich gut an die Zeit, in der ich meine Mitmenschen in 2 Gruppen eingeteilt habe, die Netten und die Nervigen. Die Linearität meines Verstandes hat auch immer gleich versucht zu  prognostizieren, was von diesen Menschen zu erwarten ist. Dies hat sich häufig bestätigt, auch dann, wenn ich gegen diese Erwartungen rebelliert habe.

Linearität ist vermutlich eine Eigenart der rationalen Verarbeitung, die Wurzel des "Entweder - Oder", und damit die Quelle der Idee, in einer unabänderlichen Realität wie gefangen zu sein.

Natürlich habe ich auch ganz andere Erfahrungen gemacht, in denen Menschen vollkommen anders als gedacht reagiert haben. Ist der Verstand am Ende unzuverlässig?

the Idea: die Emotionen auf die Füße stellen

Natürlich ist er das nicht! Das Verhalten von Menschen können wir nicht verlässlich prognostizieren, aber vielleicht können wir mehr Einfluss nehmen, als wir uns zugestehen wollen. Wir arbeiten bei Emotional Leadership immer an dem lückenlosen Zusammenspiel zwischen den 3 Persönlichkeitsentitäten: Körper, Verstand und Emotion.

Wir schauen dabei sehr genau auf die Grenzen unserer drei Entitäten. Versuche mal mit dem Verstand zu laufen oder mit dem Körper zu denken. Das hingegen können deine Emotionen spielend erzeugen, denn sie scheinen den Raum zum "sowohl" und  "als auch" zu verbinden - und dabei scharf abgegrenzt zu bleiben.

Ein schöner Ansatz ist die Idee, mit Menschen Dinge deshalb anders zu erleben, weil ich in mir emotionale Kraft entwickle und es gestalten kann, so wie ich es mir wünsche und vorstelle. Das müssen wir allerdings intensiv trainieren und natürlich bei uns selbst anfangen. Wie der weise Japaner Mr. Miagi in Karate Kid einmal sagte: "Lerne erst stehen - dann lerne fliegen".

the exercise:

für die folgende Übung brauchst Du Dir nur ein paar Minuten Zeit und Ruhe nehmen. Du wirst jetzt mit Kraft deiner Emotionen eine kleine virtuelle Joggingrunde laufen und eine Reise durch alle Sinne machen. Wähle dazu in Gedanken eine Umgebung, die Du sehr gut kennst und magst - vielleicht die Gegend um das Haus / die Wohnung, wo Du wohnst oder einen schönen Urlaubsort. Wichtig ist nur, dass du ihn dir gut vorstellen kannst.

Lies die folgende Anleitung zuerst zu Ende und starte dann. Setze dich entspannt auf einen Stuhl, schliesse die Augen und atme ein paar mal tief durch. Dann ziehst du in Gedanken deine Sportkleidung an und legst einen besonderen Fokus auf deine Schuhe. Binde sie zu, so dass du sie an deinen Füßen spürst. Dann bewegst du dich in Gedanken langsam zu deiner Haustür und bleibst stehen. Schaue Dich um. Dann lasse Freude in Deinen Körper einziehen und denke an die Mimik. Tue das mindestens 15 Sekunden lang. Dann lasse die Entschlossenheit in deinen Körper einziehen. Tue das mindestens 15 Sekunden lang. Dann laufe los. Laufe den Weg, den du gut kennst und nimm so viel wie möglich von deiner Umgebung wahr, achte auf Häuser, Bäume, die Strasse, den Klang des Laufens und des Atmens. Laufe diese kurze Runde, bis du wieder vor deiner Haustür stehst. Dann schaue dich wieder um und nimm deine Umgebung wahr. Lasse die Freude wieder ganz bewusst in deinen Körper einziehen und reduziere die Entschlossenheit. Dann gehe wieder langsam hinein und lächle.

Wenn es Dir schwerfällt, die Umgebung vor deinem inneren Auge zu sehen, dann verzweifle nicht. Das ist ein klassisches Übungsthema. Einige Menschen können dies auf Anhieb, andere müssen einfach etwas länger trainieren.

Dein Feedback:

Bitte beschreibe im Kommentarfeld deine Erlebnisse. Wenn du Mühe hast, frage ggf. in der Runde nach Tips.

Viel Spaß!  😉

EED 05 - Aktives Zuhören Teil 1 - die Vorbereitung EED 06 - Aktives Zuhören Teil 2 - das Gespräch

 

 

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