Angst für die Sicherheit?

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Stefan_Sohst_201504Es ist eine weit verbreitete Annahme, dass Angst Aufmerksam macht und das Leben ohne Angst gefährlich wäre. In der Psychologie wird vielfach von 2 möglichen Reaktionen auf Angst berichtet:

  1. Wegrennen
  2. Erstarren

Natürlich kennen wir beide Phänomene. Bei Emotional Leadership hat dieser Widerspruch dazu geführt, die Angst etwas genauer zu untersuchen.

Ein Kombination aus Furcht und Ekel

Das hört sich zunächst seltsam an, ist aber bei näherem Hinsehen schlüssig. Beginnen wir mit dem Ekel.

Ekel

Ekel ist die Basisemotion, die für unsere Gesunderhaltung verantwortlich ist. Gesunder Ekel sorgt dafür, dass wir uns von dem abwenden was uns schadet, es ist die Abwehr-Emotion. In intensiver Form wird uns der Ekel die Füße in die Hand nehmen lassen um wegzurennen, Option Nr 1 aus der Angst.

Furcht

NoFearPleaseFurcht ist die Basisemotion die uns aufmerksam macht. Gesunde Furcht lässt uns genauer hinsehen, analysieren, was es mit der Situation auf sich hat. Furcht ist unsere Alarmglocke. Alarmglocken haben die Aufgabe eine Handlung nach sich zu ziehen. Wenn wir zu keiner einleuchtenden Notmaßnahme kommen, schauen wir noch genauer hin. Die Emotion verstärkt sich bis zur Panik. Wenn dann entweder die Zeit zur Reaktion abgelaufen, oder immer noch keine Handlungsoption in Sicht ist, erstarren wir: Option Nr 2 aus der Angst.

Von daher lassen sich die Beobachtungen aus der Angst gut ableiten. Noch wichtiger scheint uns jedoch: Es gibt interessantere Optionen, wenn wir die Furcht nicht zwingend mit dem Ekel kombinieren, sondern z.B. Zorn oder Verachtung. In vielen Situationen werden wir damit viel bessere Ergebnisse erzielen.

Kann man seine eigenen Emotionen denn so steuern?

Unsere Emotionen sind Überlebens-Features unserer Persönlichkeit. Sie reagieren doppelt so schnell wie unser Verstand. Hier geht es um die lebensentscheidenen 12 Millisekunden. Daher: Nein, in einem relevanten Moment steuern Sie mit ihrem Bewustsein gar nichts.

Sie können Ihre Emotionen trainieren

Sie können die einzelnen Emotionen lernen von einander abzugrenzen, sie aufbauen und abbauen, und an den Triggern arbeiten. Die Trigger sind die Informationen in ihrem Gehirn, die nach einem Schnellscan der Situation, eine Reaktion initiieren. Je besser die Reaktionen zu dem passen was Sie in in Ihrem Leben beabsichtigen, desto zufriedenstellender sind die Ergebnisse ihrer spontanen Reaktionen.

Genau hier setzen wir bei Emotional Leadership an. Wir trainieren Sie allerdings nicht nur für die vielen kleinen und großen Überraschungen Ihres beruflichen und privaten Lebens, wir zeigen Ihnen auch, wie Sie ihre Emotionen für ihre täglichen Aufgaben der Arbeitsbewältigung und/oder Führung einsetzen können. Wir denken auch über Emotionen nach, vor allem trainieren wir das Fühlen und machen es zu einer aktiven Komponente unseres Lebens und unserer Kommunikation.  Das macht nicht nur Spaß, es ist vor allem gesund und effizient.

Sprechen Sie uns an.

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